TALINEUREN®

LIPOSOMALES GM1 – EIN REGENERATIVER THERAPIEANSATZ BEI PARKINSON

Um die gegenwärtigen Behandlungsmöglichkeiten von Parkinson-Erkrankten zu verbessern, wird ein Wirkstoff benötigt, der möglichst nahe an der Krankheitsursache ansetzt und die durch Parkinson eingeschränkte körpereigene Dopaminproduktion langfristig unterstützt. InnoMedicas jüngstes Entwicklungsprojekt nutzt das liposomale Transportsystem, um einen Nervenzellen regenerierenden Wirkstoff ins Gehirn zu liefern.

Die aktuelle Forschung zu Parkinson zeigt, dass GM1-Ganglioside als Hirnbestandteil das Überleben und die Regeneration geschädigter Nervenzellen zu fördern vermag. In einer Humanstudie mit 94 Parkinson-Patienten erzielte der Wirkstoff eine sofortige und lang anhaltende starke Wirkung und Linderung der motorischen Symptome. Um für einen therapeutischen Effekt ausreichende Mengen GM1 im Gehirn anzureichern, musste in dieser Studie der Wirkstoff jedoch zweimal täglich subkutan verabreicht werden. Die so erzeugte Depotwirkung verursachte schmerzhafte lokale Hautreaktionen, welche trotz der starken Symptomverbesserung für die Patienten meist unerträglich waren. Diese bisherige Applikation wird aufgrund der belastenden Nebenwirkungen therapeutisch nicht eingesetzt.

InnoMedicas Talineuren verbindet das Potential von GM1 in der Parkinson-Therapie mit den Vorteilen der liposomalen Technologie. Entgegen der verbreiteten wissenschaftlichen Annahme, dass Liposomen nicht ins Gehirn vordringen können, konnte InnoMedica eine spezifische Zusammensetzung des Liposoms bestimmen, welche eine Überwindung der Blut-Hirn-Schranke ermöglicht und Wirkstoffe somit direkt ins Gehirn bringt. Die präklinischen Daten von InnoMedicas Talineuren zeigen folgende Vorteile auf:

Regeneration

Der verwendete Wirkstoff GM1 ist ein natürlicher Baustein von Nervenzellen und bekämpft nicht nur Symptome von Parkinson, sondern entfaltet im Gehirn eine regenerative Wirkung. Statt Symptombekämpfung wird eine Therapie möglich, welche den Krankheitsverlauf langfristig positiv beeinflussen kann.

Wenig Nebenwirkungen

Die heute eingesetzten Medikamente zur Symptombekämpfung von Parkinson verursachen langfristig oft schwere Nebenwirkungen. In den präklinischen Studien mit Talineuren wurden bisher keine Nebenwirkungen beobachtet.

Orale Verabreichung

Talineuren kann in einer Ampulle geliefert und vom Patienten getrunken werden. Die orale Verabreichung hat den Vorteil, dass die Therapie im Gegensatz zu Injektionen schmerzfrei ist und ohne ärztliche Hilfe angewendet werden kann, was die Behandlung wesentlich vereinfacht.

Die protektiven und regenerativen Eigenschaften von Talineuren sind neuartig im Umfeld der heute verfügbaren Therapien für neurologische Krankheitsbilder. Um ein genaueres Verständnis für den Wirkmechanismus von Talineuren zu erlangen, sind weiterführende präklinische Studien geplant. InnoMedica ist überzeugt, mit Talineuren eine langfristig effektive Therapie zu entwickeln, welche durch ihren regenerativen Ansatz und die einfache orale Verabreichung die Behandlung von Parkinson-Patienten grundlegend verbessern kann.

InnoMedica baut nun ein Team aus Ärzten und Wissenschaftlern auf, welches Talineuren in die Klinik bringen soll. Ebenfalls werden Kooperationen mit grösseren Pharmafirmen für dieses Projekt evaluiert. Bei diesen Verhandlungen hat InnoMedica eine gute Ausgangsposition, da zu dieser Anwendung Ende Dezember 2017 ein Patent angemeldet wurde.

 

Erfahren Sie mehr über Talineuren und Innomedica