TALIDOX®

Chemotherapie intelligent verpackt

Schematische Darstellung von Talidox. Doxorubicin im Inneren des Liposoms wird rot abgebildet und von einer Lipiddoppelmembran umhüllt. Die Oberfläche ist mit Molekülen beschichtet, die für die Wirkung gegen Krebs optimiert wurde.

InnoMedicas liposomale Krebstherapie Talidox steht heute kurz vor dem erstmaligen Einsatz beim Patienten. Die Anwendung von InnoMedicas Technologie-Plattform ist im Bereich Onkologie von besonders grossem Wert, da heutzutage die meisten Krebspatienten mit einer Chemotherapie behandelt werden, die nur in kleinen Mengen beim Tumor ankommt und zu schweren Nebenwirkungen führt. Talidox verpackt den bewährten Chemotherapie-Wirkstoff Doxorubicin in ein Liposom. Das auf diese Weise verpackte Chemotherapeutikum zirkuliert geschützt durch kleine Nanocontainer im Blutkreislauf und entfaltet seine Wirkung gezielt am Tumor, was zu folgenden Vorteile führt:

Stark tumorhemmende Wirkung

Talidox wurde bislang in mehreren etablierten und wissenschaftlich als höchst relevant angesehenen Krebsmodellen mit aggressivem Brust- sowie Eierstockkrebs evaluiert. In sämtlichen getesteten Modellen mit Mäusen zeigt Talidox eine stärkere tumorhemmende Wirkung im Vergleich zu den Referenz­präparaten freies Doxorubicin und Caelyx (eine zuge­lassene lipo­so­male Doxo­ru­bi­cin-For­mu­lier­ung).

Weniger Nebenwirkungen

Die gravierenden Nebenwirkungen von herkömmlichen Doxorubicin-Präparaten können dank der liposomalen Schutzhülle bei Talidox deutlich reduziert oder sogar komplett umgangen werden. Die herkömmlichen Doxorubicin-Präparate schädigen die Herzmuskulatur teilweise schwer und irreversibel, führen zu einer akuten Beeinträchtigung der Blutproduktion und des Immunsystems oder verursachen verbrennungsartige, äusserst schmerzhafte Entzündungen der Handflächen und Fusssohlen. Aufgrund einer umfassenden toxikologischen Analyse im Tiermodell wird beim Patienten eine deutliche Reduktion dieser Nebenwirkungen bei einer Behandlung mit Talidox erwartet.

Ermöglichung längerer Behandlungszyklen

Das Auftreten von starken Nebenwirkungen führt häufig dazu, dass die Chemotherapie abgebrochen werden muss. Eine insgesamt geringere Belastung des Körpers bewirkt, dass die Therapie mit Talidox länger fortgesetzt werden kann als mit konventionellen Chemotherapeutika. Dies steigert die Aussicht auf einen Behandlungserfolg für den Patienten.

 

 

Klinische Studie – erstmalige Behandlung eines Patienten mit Talidox

Für die Durchführung der ersten klinischen Studie mit Talidox konnte InnoMedica die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für klinische Krebsforschung (SAKK) als Partner gewinnen. Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit und die Initiierung der klinischen Studie war die gemeinsame Analyse der präklinischen Wirksamkeits- und Toxizitätsdaten von Talidox. Dabei ist der präklinische Datensatz bei den beteiligten Onkologen der SAKK auf positive Resonanz gestossen: Talidox wird grosses Potential als neue Therapieoption für Krebspatienten attestiert. Die Vorbereitungsarbeiten für den Start der klinischen Prüfung mit Talidox wurden im ersten Quartal 2018 abgeschlossen und das Antragsdossier der SAKK übergeben. Nach der Studienfreigabe durch die Aufsichtsbehörde Swissmedic werden die SAKK und InnoMedica die Phase-I-Studie in fünf Schweizer Spitälern umgehend starten. Die Studie liefert Angaben zur maximal verträglichen Dosis und zu den Nebenwirkungen.

 

 

Da Talidox mit Doxorubicin einen bereits zugelassenen Wirkstoff in einer neuen liposomalen Formulierung einsetzt, wurde das Medikament von Swissmedic als bekannter Wirkstoff mit Innovation kategorisiert. Dies beschleunigt die Durchführung der klinischen Studie, vereinfacht die Registrierung und senkt das Translationsrisiko deutlich. InnoMedica möchte mit Talidox ein Medikament auf den Markt bringen, welches nicht wie die Immuntherapien eine kostenintensive Lösung für nur einige wenige Patienten darstellt, sondern eine wirkungsvollere und schonendere Behandlung einer Vielzahl von Betroffenen ermöglicht. Die geringere Belastung des Körpers begünstigt längere Behandlungszyklen, was die Aussicht auf einen Behandlungserfolg für den Patienten steigen lässt – und dies zu massvollen Preisen, welche das Gesundheitswesen entlasten.

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