DEZEMBER UPDATE 2020

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Im Jahr 2020 konnte das InnoMedica-Team, das nun bereits 39 Mitarbeitende zählt, wichtige Meilensteine erreichen. Der personelle Zuwachs trug dabei der Entwicklung des Unternehmens Rechnung: So wird in der Onkologie auf eine Marktzulassung von Talidox hingearbeitet und steht in der Neurologie eine Studieneinreichung kurz bevor. Auch wurde die Produktionsstätte in Marly weiter ausgebaut. Durch den Bau eines neuen, grösseren Reinraums II sollen die Produktionsmengen für einen zukünftigen Markteintritt des ersten Medikaments sichergestellt werden.

    • Klinische Studie mit Talidox und Zusammenstellung des eCTD in vollem Gange
      In die klinische Studie mit Talidox, die zusammen mit der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Klinische Krebsforschung (SAKK) durchgeführt wird, konnten bereits 23 Patienten eingeschlossen werden. Talidox liefert weiterhin gute Resultate betreffend Verträglichkeit und Wirksamkeit, wobei letzte Feinjustierungen bezüglich Indikationen und Behandlungsmustern das Nutzen-Nebenwirkungsprofil weiter optimieren sollen. Parallel dazu schreitet die Zusammenstellung des Marktzulassungsdossiers (eCTD) gut voran. Ziel ist eine Einreichung des umfangreichen Dossiers mit Daten zu Präklinik, Klinik, Manufacturing und Vermarktung bei der Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic im nächsten Halbjahr. Ferner sind weitere Studien in Planung, in welchen Talidox im früheren Krankheitsstadium mit anderen Medikamenten aus der Onkologie international verglichen werden soll. Aufgrund des Nutzen-Nebenwirkungsprofils eignet sich Talidox auch besonders gut für Kombinationstherapien mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren. Entsprechende Kooperationsverhandlungen finden zurzeit statt. Insgesamt bestätigen die Erkenntnisse der letzten Monate InnoMedicas Überzeugung, dass Talidox die Krebstherapie grundlegend verbessern kann.
    • Einreichung des Orphan Drug Status zur Behandlung von ALS mit Talineuren
      Präklinische Untersuchungen mit Talineuren, InnoMedicas Medikament gegen neurodegenerative Krankheiten, haben gezeigt, dass neben Parkinson-Patienten auch bei der Behandlung von Patienten mit Amyotropher Lateralsklerose (ALS) gute Resultate erwartet werden können. Da es sich bei ALS um eine seltene und bis anhin kaum behandelbare Krankheit handelt, hat InnoMedica bei der EMA und der FDA umgehend einen „Orphan Drug“ Status beantragt, was eine vereinfachte Zusammenarbeit mit den Behörden begünstigt und so den Weg in den Markt erheblich erleichtert. Parallel dazu werden die Studienprotokolle für den Einsatz von Talineuren bei Parkinson- und ALS-Patienten finalisiert, so dass die klinische Überprüfung im Menschen beginnen kann. Dr. Michael Schüpbach, der mit InnoMedica bei der Planung der klinischen Studien mit Talineuren zusammenarbeitet, schätzt das Medikament als vielversprechendes Produkt gegen neurodegenerative Krankheiten ein: “Der Status als Orphan Drug wäre ein bedeutsamer Schritt für Talineuren hin zu einer schnellen Marktzulassung“.
    • Talineuren zur Behandlung von COVID-19-Patienten mit schweren neurologischen Symptomen
      80% aller COVID-19-Patienten entwickeln im Laufe der Krankheit neurologische Symptome, welche in schweren Fällen zu längerer Hospitalisierung und höherer Sterblichkeit führen.  Entsprechend gibt es einen akuten medizinischen Bedarf nach neuroprotektiven und neuroregenerativen Therapien. Talineuren schützt und regeneriert bekannterweise das Nervensystem und verspricht so bei schweren COVID-19-Erkrankungen wichtige therapeutische Fortschritte. InnoMedica führt derzeit Gespräche mit Swissmedic und Ärzten aus dem Inselspital Bern über einen Einsatz von Talineuren gegen solche neurologischen Symptome. Dies zeigt eindrücklich das grosse Potential von Talineuren, bei verschiedensten neurodegenerativen Symptomen unterschiedlicher Krankheitsbilder eine therapeutische Anwendung zu bieten.
    • Ausserordentliche Generalversammlung vom 10. Dezember 2020
      Für die Abstimmung über die Anpassungen der Statuten hat der Verwaltungsrat der InnoMedica Holding am 10. Dezember eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen. Aufgrund der Corona-Pandemie fand diese unter Ausschluss des Aktionariats statt, wobei Aktionärinnen und Aktionäre ihre Rechte schriftlich ausüben konnten. Beide Anträge des Verwaltungsrates wurden angenommen – die Erhöhung des genehmigten Kapitals auf CHF 202‘888.80 / 2‘028‘888 Aktien mit 99.7% und die Statutenänderung im Rahmen der Umwandlung der Inhaber- in Namenaktien mit 99.9%. Der Verwaltungsrat bedenkt sich für die rege Stimmbeteiligung.
      Die Umwandlung der elektronischen Inhaberaktien (ISIN: CH0498286258) in Namenaktien (ISIN: CH0558973902) wird per 30.12.2020 umgesetzt. Für die Führung des Aktionärsregisters mit Schnittstelle zur SIX SIS wird InnoMedica mit der Nimbus AG zusammenarbeiten.

InnoMedica hat ihre Verantwortung als pharmazeutische Firma mit der Lancierung des Impfprojekts TaliCoVax-19 wahrgenommen. Das öffentliche Interesse an einem Schweizer Impfstoff hat InnoMedica darin bestärkt, das Projekt auch bei Rückschlägen weiterzuverfolgen. Schliesslich konnte mit einem erfolgreichen Virenneutralisationstest, der am Institut für Virologie und Immunologie (IVI) mit echten COVID-19-Viren durchgeführt wurde, gezeigt werden, dass die liposomale Technologieplattform auch im Bereich der Infektiologie eingesetzt werden kann. In diesem Zusammenhang war auch die SRF Gesundheitssendung Puls bei InnoMedica in Marly zu Besuch und hat Dr. Stéfan Halbherr zum Impfprojekt interviewt. Die Aufnahmen werden in einer Spezialsendung zum Thema Impfungen gegen SARS-CoV-2 am 4. Januar 2021 ausgestrahlt.

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